Bientôt plus de radioamateurs à Manheim?

Le tribunal administratif de Baden-Wurtemberg à pris une décision très négative pour les radioamateurs, dans le cas du PLC! Suite à diverses plaintes de la part de radioamateurs, le Tribunal avait ordonné à la société Linz AG d’arrêter le PLC à Manheim et région, car les normes NB30 étaient dépassées…

…Linz AG ne s’est pas exécuté et a recouru contre cette décision.

Aujourd’hui, la situation s’est retournée contre les radioamateurs. En février 2006, le Tribunal Administratif de Baden-Wurtemberg par la prise de position du sénat sous la Présidence du Président du Tribunal a décidé que l’intérêt commercial du fournisseur d’énergie (Linz AG) prédomine l’intérêt privé du radioamateur pour une écoute sans parasites. Donc la suspension ordonnée du PLC est levée.

Le PLC peut donc continuer sans modifications, sans devoir se tenir à la norme NB30… Plus dramatique est la prise de position du haut Tribunal Administratif à l’encontre de la norme NB30:  » Il faut partir du principe qu’elle est invalide à cause d’une incompatibilité avec le droit européen. » Cette prescription est contrairement au point de vue de l’agence de réseau et du ministère des affaires économiques, une affaire purement d’émission d’ondes non désirées, tombant sous le coup des champs électromagnétiques gérés par l’Union Européenne et en aucun cas sous la gestion des fréquences ou télécommunication. Et ici, le gouvernement fédéral a omis simplement la notification exigée de droit communautaire de l’UE. Cela conduit compte tenu de la jurisprudence constante de la Cour Européenne de justice à la nullité de la norme NB30.

Etant donné que jusqu’à aujourd’hui aucune norme électromagnétique harmonisée pour le PLC n’a été décidée, qu’à l’avenir on ne voit pas de décision de l’état pour la protection des ondes, alors il restera que le droit civil, donc la balance entre les intérêts commerciaux et l’idéalisme.

Référence et texte original en allemand, 1 s 787/05

Traduction, HB9DVD, Marc.

Texte original en allemand:

SCHON BALD KEIN AMATEURFUNK MEHR IN MANNHEIM?

(rps) Einen bemerkenswerten Beschluss mit ziemlich negativen Folgen für den Amateurfunk hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg als Beschwerdeinstanz in einem Verfahren auf einstweiligen Rechtsschutz gegen die Bundesnetzagentur gefällt. Der Hintergrund: Ein Mannheimer Funkamateur hatte der damaligen Regulierungsbehörde angezeigt, er könne auf Kurzwelle keinen Amateurfunk mehr empfangen, weil der Energieversorger MVV mit seinen Stromleitungen ein ungeschirmtes PLC-Netz als Internetzugang betreibe. Messungen der Behörde ergaben dann auch eine Verletzung der so genannten Nutzungsbestimmung NB30. D er Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung, indem unzulässig starke Störstrahlung produziert wurde. Dem Energieversorger wurde auferlegt, die Grenzwerte dieser Bestimmung unverzüglich einzuhalten. Der Versuch von MVV, den angeordneten Sofortvollzug vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe zu Fall zu bringen, scheiterte zunächst im Mai letzten Jahres, wir berichteten. Der PLC-Betreiber legte jedoch Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg ein – und gewann diese nun im Februar. Bemerkenswert ist die Position des zuständigen Ersten Senats unter Vorsitz des Gerichtspräsidenten, das Geschäftsinteresse des Energieversorgers überwiege das private Interesse des Funkamateurs an einem ungestörten Empfang. Daher sei zumindest der Sofortvollzug auszusetzen. Es darf also unverändert weiter gemacht werden mit PLC, ohne sich an die NB 30 halten zu müssen – mit nur als düster zu bezeichnenden Erwartungen an das noch laufende Hauptverfahren. Noch dramatischer ist allerdings die Meinung des höchsten baden-württembergischen Verwaltungsgerichts zur Nutzungsbestimmung 30 selbst: Es sei davon auszugehen, dass sie wegen Unvereinbarkeit mit europäischem Recht ungültig ist. Diese Vorschrift sei – im Gegensatz zur Auffassung von Netzagentur und Wirtschaftsministerium – nämlich keineswegs eine reine Angelegenheit der Frequenzordnung unter dem Telekommunikationsgesetz, sondern wegen der Unerwünschtheit der Abstrahlungen auf jeden Fall auch unter der EMV-Direktive der Europäischen Union anzusiedeln. Und hier habe die Bundesregierung die vom Gemeinschaftsrecht der EU geforderte Notifizierung schlicht unterlassen. Dies führe unter Beachtung der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Nichtigkeit der NB 30. Wenn es aber bis heute weder eine harmonisierte EMV-Norm für PLC-Netze gibt, noch in Zukunft eine staatliche Schutznorm auf Verordnungsebene zu existieren scheint, dann ist der Amateurfunk – und nicht nur der – vollkommen ungeschützt – und es bleibt letztlich nur das Zivilrecht, also die Abwägung der Interessen von Kommerz gegen Idealismus. Anders lautende Meldungen von anderen Interessenvertretungen lassen auf laienhafte juristische Sachkenntnis schließen. Lesen Sie den vollständigen Beschluss des VGH Baden-Württemberg auf unserer Website. Er hat das Aktenzeichen 1 S 787/05.

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